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Das Moltke-Haus

Das Moltke-Haus bietet für 10 Jugendliche und junge erwachsene Menschen mit frühkindlichem Autismus und geistiger Behinderung einen Lebensort, an dem sie sich entfalten und wohl fühlen können.


Wir befinden uns auf dem Gelände des Berufsbildungswerkes (BBW im Oberlinhaus) in Potsdam Babelsberg. Durch die günstige Lage des Objektes besteht ein Lebensraum, der viel Bewegungsfreiheit in der angrenzenden Waldgebiet „Parforceheide“ ermöglicht. Durch den öffentlichen Nahverkehr ist es unseren Bewohnern möglich, schnell die Innenstadt Potsdams und Berlins zu erreichen und die dortigen kulturellen Angebote sowie Beschäftigungs- und Einkaufsmöglichkeiten wahrzunehmen.

Das Haus ist den Bedürfnissen von Menschen mit Autismus angepasst und räumlich klar strukturiert:

zwei Wohngruppen (á 5 Bewohner) mit jeweils einem Gemeinschaftsraum und einer separaten Küche geben der Wohnstätte einen gemütlichen und familiären Charakter. Außerdem befinden sich im Haus zwei gruppenübergreifende Funktionsräume, in denen mittels Raumteilern individuelle Arbeits-, Beschäftigungs-, Sport- und Pausenbereiche geschaffen werden können.


Für Bewohner, die ihre Schulzeit beendet haben und denen es aufgrund der Spezifik ihrer Behinderung nicht möglich ist, eine außerhäusliche Arbeit (z.B. WfbM) auszuüben, steht unsere interne Tagesstruktur zur Verfügung. Hier werden im Rahmen individueller Möglichkeiten verschiedene alltagsbegleitende Betreuungs- und Förderangebote durchgeführt. Auf dem Mutterhausgelände des Verein Oberlinhaus (ca. 5 km von der Wohnstätte entfernt) werden in unserer Außenstelle der Tagesstruktur unsere Bewohner an werkstattvorbereitende Arbeitsaufgaben herangeführt. Hier stehen nicht mehr die Orientierung im Tagesablauf und das Erlernen von Alltagskompetenzen im Mittelpunkt der Betreuungsarbeit, sondern das Erarbeiten von individuellen Strukturierungshilfen und das möglichst selbstständige Durchführen konkreter Arbeitsaufgaben. Für einige Bewohner ist dabei die Integration in einen Förder- und Beschäftigungsbereich oder sogar in einen Arbeitsbereich einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung das langfristige Ziel.

Um unseren Bewohnern ein in ihrem Rahmen ihrer Möglichkeiten selbstbestimmtes Leben und ein Optimum an Lebensqualität zu gewährleisten, sind sowohl die Betreuung, als auch die Förderung darauf ausgerichtet, die Selbstständigkeit in allen Lebensbereichen zu verbessern.

Eine ganzheitlich orientierte Denkweise und der Einsatz von anerkannten Fördermethoden wie z.B. TEACCH, Pecs und verhaltenstheapeutischen Ansätzen sind die Grundlagen unserer Betreuungsarbeit.

Da Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen Schwierigkeiten haben, sich in Raum und Zeit zu Recht zu finden, ist ein überschaubarer Lebensraum unabdingbar: klar strukturierte Tagesabläufe, bewohnerbezogene, visuelle Strukturierungshilfen (Raum, Zeit, Material), Anleitung sowie intensive Begleitung und Assistenz durch fachkompetente Mitarbeiter sind Grundvoraussetzung für die Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft.


Im Vordergrund unserer Arbeit steht eine Denkweise, Autismus als eine andere Art des Denken, Fühlens und Handelns zu verstehen, wobei unser Auftrag darin besteht, die Umwelt an die individuellen Besonderheiten unserer Bewohner anzupassen - nicht umgekehrt!


Habe Sie Fragen zum Haus oder suchen Sie einen Wohnstättenplatz? Wir freuen uns auf Ihren Anruf oder eine Email von Ihnen!

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